Internet of Things: Was IoT-Projekte erfolgreich macht

Internet of Things: Was IoT-Projekte erfolgreich macht

IoT. Internet of Things. Kaum ein Unternehmer, der sich in Zeiten zunehmender Digitalisierung noch keine Gedanken gemacht hat, wie er diese Technologie im Zeitalter der Industrie 4.0 gewinnbringend einsetzen könnte. Doch wie nutzt man die unzähligen Anwendungsmöglichkeiten am besten? Was machen die Gewinner anders als die, die eher zögerlich agieren und so das vorhandene Potential nicht richtig nutzen?

Die IoT-Spezialisten der Unternehmensberatung McKinsey haben in einem umfangreichen, höchst lesenswerten Report herausgearbeitet, was IoT-Projekte erfolgreich macht. Im Rahmen einer aufwendigen Umfrage wurden 300 Unternehmen, die ihre IoT-Programme über die Pilotphase hinausgeführt haben, nach ihren Erfahrungen gefragt. Der reale Einfluss und handfeste finanzielle Nutzen der IoT-Projekte variierte dabei ziemlich stark: Auch bei den Unternehmen mit hohen IoT-Aufwendungen besteht eine signifikante Lücke zwischen der Spitzengruppe und der unteren Ebene. Rund ein Sechstel gaben an, dass ihre Unternehmen einen signifikanten Nutzen in Form aggregierter Kosten- und Umsatzeffekte von mindestens 15 Prozent aus ihren IoT-Projekten gezogen haben. Am anderen Ende des Spektrums gaben ebenfalls etwa ein Sechstel der Befragten an, dass ihre IoT-Bemühungen lediglich zu einer Verbesserung der Einnahmen und Kosten von insgesamt weniger als 5 Prozent geführt hätten.

 

Was genau aber machen die Leader anders als die Zögerlichen?

Es ist viel mehr als nur Glück: Die Umfrageergebnisse zeigen eindeutig, dass die aggressiv agierenden Unternehmen erfolgreich sind. Durch die konsequente Umsetzung einer Vielzahl von IoT-Projekten steigen sie schnell in die IoT-Lernkurve ein und passieren ebenso schnell den Punkt, an dem neue Anwendungen signifikanten Mehrwert generieren. Sie entwickeln auf diese Weise eine klare Vorstellung von den kommerziellen Möglichkeiten, die mit ihren IoT-Projekten verbunden sind, und sie richten ihre gesamte Organisation von der Führungsebene bis zur Basis auf dieses gemeinsame Ziel aus. Sie setzen ihre IoT-Pläne pragmatisch um und bauen ihre IoT-Angebote um bestehende Produkte und Dienstleistungen herum auf. Und sie verlassen sich auf erfahrene externe Partner, die ihnen anspruchsvolle IoT-Technologien zur Verfügung stellen. 

 

Die IoT-Experten von McKinsey definieren dabei neun „Best Practices“, die für Unternehmen entscheidend für den Erfolg ihrer IoT-Projekte sind:

  • Setze eine Menge IoT-Projekte um.

  • Ändere Deine Geschäftsprozesse, um das volle Potential des IoT-Projektes zu heben.

  • Setze anspruchsvolle, zukunftsweisende Technologien ein.

  • Schaffe einen konkreten Business Case und definiere, wie das IoT-Projekt Werte schafft.

  • Begeistere die Vorstandsebene für das Projekt.

  • Binde das gesamte Unternehmen mit ein.

  • Beginne mit bereits vorhandenen Produkten und Dienstleistungen.

  • Arbeite mit einem funktionsfähigen Netzwerk aus leistungsfähigen Partnern.

  • Sei gewappnet vor Cyberattacken, damit diese die Umsetzung des Projekts nicht verzögern. 

 

Bei der erfolgreichen Umsetzung von IoT-Projekten geht es also nicht nur um reine technische Entscheidungen. Es geht genauso um fundierte Entscheidungen über die komplette Geschäftsgrundlage: Strategie, Führung, Investitionen, organisatorischer Wandel, Partnerschaften. IoT Leader ergänzen ihre technologischen Fähigkeiten und Entscheidungen mit einer durchgängigen Geschäftsdisziplin und einem mutigen, unternehmensweiten Engagement für eine klar definierte Vorgehensweise. 

 

Das wichtigste Fazit aus dem McKinsey IoT-Report ist also: Die Aktiven werden belohnt.

Die wichtigste aus allen „Lessons learned“ betrifft also den vorhandenen Mut zur Umsetzung: Die Bereitschaft zum klassischen „Learning by Doing“, nämlich erste IoT-Projekte einfach umzusetzen, ist ausschlaggebend für die Erfolgskurve. Oder, wie es im Report formuliert wurde: "Das überraschendste Ergebnis unserer Umfrage ist, dass [erfolgreiche] IoT-Leader viel mehr potenzielle IoT-Anwendungen implementieren als ihre weniger erfolgreichen Kollegen. Das klingt vielleicht offensichtlich: Schon allein aus rein quantitativen Gründen bringt die Implementierung von mehr IoT-Anwendungen auch zwangsläufig mehr Nutzen. Weniger offensichtlich ist aber, dass es bei IoT-Anwendungen eine steile Lernkurve gibt, so dass Unternehmen, die früh starten oder sich schnell bewegen, die Früchte ihrer Bemühungen vor langsameren Unternehmen ernten werden. Darüber hinaus passen IoT-Leader [erfolgreich] ihre Geschäftsprozesse an, um das Potenzial ihrer IoT-Anwendungen bestmöglich zu nutzen. Und sie nutzen die Möglichkeit, fortschrittliche IoT-Zielmärkte wie Autonomes Fahren oder Wearables zu entwickeln und zu erschließen. Auf diese Weise belohnt das Internet of Things die aggressiven Player."

Der komplette McKinsey Report steht allen interessierten Lesern hier zur Verfügung: https://www.mckinsey.com/business-functions/digital-mckinsey/our-insights/what-separates-leaders-from-laggards-in-the-internet-of-things

 

 


veröffentlicht am : 2019-02-06 09:55